Open Fiber Austria: Gefährdet die Inflation den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Österreich?

Vor dem Hintergrund der aktuellen Inflation und der damit verbundenen Investitionsmüdigkeit
potenzieller Investoren weist Open Fiber Austria, der österreichische Verband der offenen
Glasfaserkabelnetze, einmal mehr darauf hin, wie wichtig die mehrheitliche Beteiligung der
öffentlichen Hand beim Ausbau österreichischer Glasfaserinfrastruktur ist. Förderprogramme
allein sind zu wenig.

„Wir möchten nicht den Teufel an die Wand malen“, meint Martin Wachutka, Vize-Präsident Open
Fiber Austria „aber wir sehen aktuell, dass sich in Deutschland private Investoren aufgrund der
hohen Inflation und geringer werdender Renditen aus dem Ausbau von Glasfasernetzen
zurückziehen. Es ist daher auch zu hinterfragen, ob der Verdrängungswettbewerb unter privaten
Unternehmen das richtige Modell ist oder nicht doch stärker auf die Maximierung der Auslastung
von offenen Glasfasernetzen gesetzt werden soll.“ Die Open Fiber Austria ist dabei klar der
Meinung, dass Glasfaser ein zukunftsweisendes, offenes und schützenswertes Infrastrukturprojekt
ist, das Wirtschaft und Privatpersonen gleichermaßen zugutekommen muss und die öffentliche
Hand dabei eine wesentliche Rolle hat.

Wachutka: „Der Glasfaserausbau betriff die Zukunft Österreichs. Schon jetzt sind die vorhandenen
Netzwerke überlastet und der Bedarf an einem reibungslos funktionierenden Datenträger steigt
exponentiell – das betrifft Industrie, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen genauso wie
Privathaushalte. Wir müssen daher sicherstellen, mit den Anforderungen der Zukunft Schritt halten
zu können. Und das bedeutet neben dem flächenendeckenden Ausbau von Glasfaserkabelnetzen
auch sicherzustellen, dass diese Infrastruktur für alle Nachfrager zur Verfügung gestellt wird. Es ist
nicht im Interesse des Marktes und der Gesellschaft, dass private Infrastrukturanbieter im Sinne
eigener wirtschaftlicher Interessen den Zugang zu dieser Infrastruktur versperren.“

Die Open Fiber Austria sieht ihre Rolle darin, nachhaltig das Bewusstsein bei Politik, Wirtschaft und
privaten Anwendern zu schaffen, dass der Glasfaserkabelausbau ein Teil der österreichischen
kritischen Infrastruktur ist, da er alle Lebensbereiche betrifft und daher der Zugang für alle –
unabhängig von wirtschaftlichen Interessen – sichergestellt sein muss. „Die einzige Chance, einen
flächendeckenden Ausbau im Interesse aller zu gewährleisten, ist es, dass die öffentliche Hand
dafür Sorge trägt, dass die errichtete Infrastruktur offen für alle Diensteanbieter ist und sich dabei
auch mehrheitlich an diesen zukunftsweisenden Infrastrukturprojekten beteiligen kann“ ist
Wachutka, Vize-Präsident der Open Fiber Austria, überzeugt.

Das Thema ist Gegenstand einer hochkarätigen Online-Expertenrunde am 28. Februar, die von
Open Fiber Austria organisiert wird. Es diskutieren Birgit Ehrnleitner, Programmmanagerin
Breitband, FFG, Fjodor Gütermann, Breitbandbüro, BM für Finanzen, Peter Schark, BIK
Breitbandinitiative Kärnten, Christopher Tomasek, Leyrer + Graf Bau GmbH sowie Martin
Wachutka, Vize-Präsident der OFAA und Geschäftsführer der BBOÖ Breitband Oberösterreich
GmbH.

Pressekontakt
Open Fiber Austria
Kezia Putz
presse@ofaa.at
+43 660 434 9770

Open Fiber Austria

Open Fiber Austria ist eine 2021 gegründete Non-Profit-Organisation, deren Mission es ist, leistbare und höchst zuverlässige Glasfaserinfrastrukturen für Endkunden, sowie für private und öffentliche Institutionen, flächendeckend in ganz Österreich, zu schaffen. Das hinter der Organisation stehende Team aus Expertinnen und Experten mit langjähriger IT- und Telekomkompetenz treibt die Ziele der Open Fiber Austria voran. Ziel dabei ist es, die Vorteile von offenen Glasfasernetzen – der Endkunde hat dabei die freie Wahlmöglichkeit beim Diensteanbieter – in der Öffentlichkeit und bei Stakeholdern zu transportieren.

Basispressemappe

Fakten & Zahlen

Gründung: 2021
Headquarters: Wien
Präsident: Martin Wachutka

Positionspapier

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