Der Glasfaserausbau in Österreich braucht klare Linien. Bei der 3. Jahrestagung der Open
Fiber Austria am 7. Mai in Linz werden sie gezogen – mit Fakten, Perspektiven und dem
direkten Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und allen maßgeblichen Stakeholdern.
Erstmals präsentieren die neuen Vertreter:innen aller Parlamentsparteien ihre Pläne für den
weiteren Glasfaserausbau. Dazu kommen fundierte Einblicke in den Status quo: von
aktuellen FTTH-Zahlen über eine neue Nachhaltigkeitsstudie bis hin zur Präsentation des
deutschen Modells für den „Copper Switch-off“. Auch internationale Impulse, wie ein
Vortrag über Quantenkommunikation, zeigen: Glasfaser bietet mehr als besseres Internet –
sie ist die Grundlage für zukünftige Technologien.
Rumänien führt, Österreich weit abgeschlagen
Die neuesten Zahlen der EU-27 zeigen:
• Rumänien (94 Prozent), Niederlande (93 Prozent) und Portugal (91 Prozent)
gehören zu den Spitzenreitern.
• Bulgarien und Frankreich (je 90 Prozent) liegen ebenfalls weit über dem EUDurchschnitt von 70 Prozent.
• Österreich kommt nur auf 50 Prozent und liegt damit knapp vor Tschechien und
Deutschland (je 42 Prozent).
Was bedeuten diese Zahlen?
In Österreich hat nur jeder Zweite Zugang zu einem leistungsfähigen Glasfasernetz. Die
Glasfasernetzverfügbarkeit beschreibt, in welchem Umfang Haushalte, Unternehmen und
öffentliche Einrichtungen an ein Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden
können.
Welche Folgen hat das für Österreich?
Die mangelnde Glasfaserinfrastruktur bremst die digitale Entwicklung des Landes
erheblich. Ohne flächendeckenden Zugang wird Österreich in Schlüsseltechnologien wie
Künstliche Intelligenz (KI) und Quantencomputing nicht konkurrenzfähig bleiben. Die
zentrale Botschaft der FTTH Conference ist klar: KI treibt den Datenverbrauch massiv an –
und Glasfasernetze sind dafür unverzichtbar. Kupferbasierte Netze über Telefonleitungen
oder Koaxialkabel können die notwendigen Bandbreiten nicht liefern. Auch
Mobilfunknetze sind nur dann leistungsfähig genug, wenn ihre Basisstationen direkt ans
Glasfasernetz angeschlossen sind.
Handlungsbedarf: Jetzt in den Glasfaserausbau investieren
Igor Brusic, Präsident der Open Fiber Austria, betont: „Der Ausbau der Glasfasernetze
muss konsequent fortgesetzt werden – sowohl im städtischen als auch im ländlichen
Raum, wo der Bedarf am größten ist.“
Fazit: Wenn Österreich weiterhin zögert, droht ein digitaler Wettbewerbsnachteil, der
Innovationen, Wirtschaftswachstum und technologische Entwicklungen massiv
beeinträchtigen wird. Jetzt ist der Zeitpunkt zum Handeln!