Was können wir von Märkten lernen, in denen Glasfasernetze bereits großflächig verfügbar sind? Beim Austrian FiberSummit am 11. November, 2026 in Dornbirn bringen Experten aus Norwegen, Deutschland, Irland und der Schweiz ihre Antworten mit – von Regulierung und Vermarktung über Open Access bis zum Glasfaseranschluss im Gebäude. Der internationale Austausch macht sichtbar, welche Lösungen sich bewährt haben und welche Impulse daraus für Österreich entstehen können.
„Norwegen und Irland zeigen, welche Chancen ein weit fortgeschrittener Glasfaserausbau eröffnet. Dort rücken Nutzung, Qualität und langfristiger Betrieb bereits stärker in den Fokus. Die Schweiz bringt wertvolle Erfahrungen mit offenen Inhouse-Modellen ein. Diese Best Practices holen wir nach Dornbirn, um erfolgreiche Ansätze weiterzudenken und Impulse für die nächsten Schritte in Österreich zu gewinnen“, sagt Martin Wachutka, Präsident der Open Fiber Austria.
Norwegen weiß, wie man Kunden für Glasfaser gewinnt
Jørn Slåtten, CEO des Branchenverbands Fiberforeningen, stellt in seiner Keynote „What Makes Norway’s FTTH Rollout a Success?“ die fünf Erfolgsfaktoren des norwegischen Marktes vor und erklärt, warum sich die Menschen dort für den Anschluss entscheiden. Im Panel „Lessons from the North“ diskutiert er mit Martin Wachutka und Philipp Machač, Präsident und Vizepräsident der Open Fiber Austria, sowie Frederic Ufer, CEO des deutschen VATM.
„Norwegen hat früh und konsequent in Glasfaserinfrastruktur investiert. Heute geht es bei uns vor allem um Resilienz, Sicherheit und die Öffnung der Netze. Manchmal entsteht Fortschritt auch dadurch, Hürden abzubauen und weniger zu regulieren. Ohne Abstriche bei der Qualität kann das Länder schneller an ihre Glasfaserziele bringen. Der Austausch zwischen den europäischen Märkten ist wichtig, damit wir voneinander lernen“, so Jørn Slåtten.
EU-Regulierung muss in der Praxis funktionieren
Ute Hindenlang, Leiterin Rechts- und Außenbeziehungen bei der mih NET Berlin GmbH, analysiert unter dem Titel „Europe’s Full-Fiber Future“, welche konkreten Auswirkungen die europäische Regulierung auf Telekommunikationsunternehmen und Glasfaserbetreiber hat.
„Gute Regulierung schafft Planungssicherheit, fördert Wettbewerb und erleichtert Investitionen. Sie muss aber auch in der Praxis funktionieren. Wenn neue Vorgaben zusätzliche Komplexität und Rechtsunsicherheit schaffen, binden sie genau jene Ressourcen, die wir für Ausbau und Resilienz der Netze brauchen“, so Ute Hindenlang.
Irland bringt Glasfaser in die Fläche
Mairead Meyer, Chief Operations Officer von National Broadband Ireland, verantwortet eines der größten geförderten Breitbandprojekte Europas. In ihrer Keynote „Shaping Fiber Infrastructure for Sustainable Growth“ berichtet sie, was Planung und Umsetzung des irischen Landausbaus für andere Märkte lehren – und wie Netze nach dem Ausbau wirtschaftlich bleiben.
Schweiz öffnet die Netze bis in die Wohnung
Am Nachmittag geht es um die letzte Meile. Christian Schläpfer, Geschäftsführer der Swiss FibreCo AG, stellt das Schweizer Modell für offene Inhouse-Glasfaseranschlüsse vor. Im anschließenden Business Talk diskutieren Experten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich, wie Open Access auch innerhalb von Gebäuden gelingt – damit Wahlfreiheit und Wettbewerb bis zum Anschluss in der Wohnung reichen.
Vorarlberg verbindet Strategie und Umsetzung
Den Schlusspunkt setzt die Gastgeberregion. Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Stefan Stutz, Breitbandbeauftragter im Amt der Vorarlberger Landesregierung, präsentiert die gesamtheitliche Netzstrategie des Landes und diskutiert im Business Talk III mit Netzbetreibern und Bürgermeistern über Herausforderungen und Erfolgsmodelle des Glasfaserausbaus.
„Um den Glasfaserausbau erfolgreich umzusetzen, verfolgte das Land einen gesamtheitlichen Strategieansatz und legte den Fokus insbesondere auf Kooperationen. Einheitliche Standards, koordinierte Planung und die enge Zusammenarbeit von Land, Gemeinden und Marktteilnehmern helfen dabei, Synergien zu nutzen und den Ausbau effizient voranzutreiben. Aktuell arbeiten wir intensiv an Maßnahmen, die gute Rahmenbedingungen schaffen und gleichzeitig die Ausbaukosten reduzieren”, betont Stefan Stutz.
Medieneinladung
Medienvertreter sind herzlich zum Austrian FiberSummit 2026 eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Interviews mit den internationalen Vortragenden sowie mit Vertretern der Open Fiber Austria vermitteln wir gerne.
Programm: https://events.ofaa.at/veranstaltungen/fibersummit26/
Akkreditierung: https://events.ofaa.at/veranstaltungen/fibersummit26/anmelden/
Rückfragen
Kezia Putz | Presse Open Fiber Austria
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